Ausgangslage ist ein Fundus von gequetschten Blüten und plattgedrückten Abfallpapieren von der Strasse, den Blüten des Asphalts. Ich nehme Gesehenes im Alltag auf, assoziiere, wähle aus und gebe es in neuen Zusammenhängen auf einem Produkt in den Alltag zurück. Dabei spielen Intuition und Spontanität eine wichtige Rolle, wodurch sich auch der Fundus in einem ständigen Erweiterungsprozess befindet.
Durch die Verbindung von konträren Elementen entstehen humorvolle, irritierende und poetische Arbeiten. Diese erzählen Geschichten, überraschen und fordern ein genaues Hinsehen der Betrachter.
Mit dem Keramiklaserdruckverfahren überarbeite ich alte und neue Teller mit Motiven aus dem Fundus. Der Fundus wird mit Bildern zum Thema Teller erweitert. So werden u. a. auch bestehende Motive von Tellern aufgenommen und neu verbunden.
Für jeden einzelnen Teller werden Motive bestimmt, die formal, farblich oder von der Idee auf ihn passen oder auf ihn reagieren: Neues überlagert sich mit Altem, durchbricht bestehende Anordnungen oder integriert sich so geschickt in das ursprüngliche Design, dass man es auf Anhieb nicht wahrnimmt. Farbe und Form können sich vom Material lösen, wie das ein Kronkorken aufzeigt, der in der Umgebung eines Goldrandes plötzlich sehr edel aussieht und wie eine wertvolle Brosche wirkt.
Es entstehen Unikate, die kratz- und spülmaschinenfest sind.